Geschenke fesch und abfallarm verpacken

© AWV Westkärnten

Das Glöckchen klingelt, die Augen leuchten, der Christbaum strahlt und die Freude über die vielen Packerl unterm Baum ist groß. Groß ist nach der „Bescherung“ meistens auch der Haufen Altpapier und Verpackungsmüll, der von den liebevoll eingepackten Geschenken übrigbleibt.

Hier unsere Tipps zur kreativen und abfallarmen Geschenkeverpackung:

  • Handtücher, Halstücher, Schals, T-Shirts oder Socken sind ein schöner und origineller Geschenkpapier-Ersatz. Sie kann man ebenso nett drapieren wie Papier und Co und sind überdies ein echter Hingucker.
  • In Kartons, alten Gläsern und Dosen lassen sich Präsente ebenso praktisch und hübsch verpacken.
  • Hochwertiges, bedrucktes Altpapier wie dekorative Zeitungsanzeigen oder Prospektseiten, alte Stadtpläne, Kreuzworträtsel etc. eignen sich hervorragend als Geschenkpapier-Ersatz. Schon allein deshalb, weil beschichtetes Geschenkspapier, Folien, bedruckte Schleifen und Co schwer recycelbar sind.
  • Auch Stoff– oder Tapetenreste sind ein tolles Verpackungsmaterial.
  • Und – der Dauerbrenner zum Schluss: von klassisch eingepackten Geschenken, die man selber bekommt, Papier und Schleifen zur Wiederverwendung aufbewahren, zerknüllte Stoffschleifen kann man notfalls im nächsten Advent aufbügeln.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen frohe Weihnachten, ruhige Festtage und ein umweltbewusstes neues Jahr!

Das Team des AWV Westkärnten mit Vorsitzendem Bgm. Siegfried Ronacher, Geschäftsführer Ambros Jost, Umweltberaterin Antonia Bernhardt und Iris Glantschnig

Abfallwirtschaftsverband Westkärnten

Tel.: 04282 / 2333 270

www.awvwestkaernten.at

„Black Friday“, und dann?

116.400 Tonnen Elektroaltgeräte wurden 2017 aus Haushalten und Gewerbe in Österreich gesammelt, © EAK Austria

Elektroaltgeräte und Batterien richtig entsorgen.

Mit Rabatt-Aktionen rund um den aus Amerika stammenden „Black Friday“-Einkaufshype wandern in diesen Tagen vor allem viele Elektronikprodukte über den Ladentisch. Ausgediente Geräte müssen dann zu Hause ihren Platz räumen. Hier unsere Tipps, damit ausgemusterte oder kaputte Elektrogeräte richtig entsorgt werden, um die wertvollen Bestanteile für eine Wiederverwendung zu sichern.

Alte Elektrogeräte können kostenlos im Altstoffsammelzentrum ihrer Gemeinde entsorgt werden. So wird Elektroschrott legal und umweltgerecht entsorgt und die wertvolle Sekundärrohstoffe, die sich in den ausrangierten Geräten befinden gelangen in den heimischen Wiederverwertungskreislauf.

Alte Batterien bitte keinesfalls in den Restmüll werfen! Sie können, wie auch Elektroaltgeräte, kostenlos im Sammelzentrum Ihrer Gemeinde abgegeben werden, © EAK Austria
Alte Batterien bitte keinesfalls in den Restmüll werfen! Sie können, wie auch Elektroaltgeräte, kostenlos im Sammelzentrum Ihrer Gemeinde abgegeben werden, © EAK Austria

Kreislauf. Ausgediente Kühlgeräte müssen aufgrund ihrer vielen und teils gefährlichen Bestandteile und Inhaltsstoffe (z. B. FCKW, Isolierschaum, Metallteile, Kunststoff-Gehäuse, uvm.) sorgfältig und ganz speziell aufbereitet werden, um die wiederverwertbaren Stoffe in mehrstufigen Verfahren zu isolieren. Aus dem Isolierschaum kann dann z.B. ein Inhaltsstoff gewonnen werden, der sich in Leimen, Fliesenklebern, Öl- und Chemikalienbindemitteln wiederfindet. Eisen- und Nichteisenmetalle werden zur Weiterverarbeitung separat eingeschmolzen. Aus alten Geräten wie Computer, Radio und Co können z. B. die geschredderten Kunststoffgehäuse und herausgetrennten Metalle wiederverwertet werden. Nichteisenmetalle wie Kupfer, Gold oder Silber erleben dann beispielsweise in Schmuckstücken wie Ringen oder Ketten ihr funkelndes Revival.

 „Black Friday“, das ganze Jahr über – mit Re-Use-Geräten. Bevor man noch funktionsfähige Geräte der „Einfachheit halber“ wegwirft sollte man im Freundes- oder Familienkreis fragen, ob nicht jemand anders damit eine Freude hätte. Man kann das gute Stück auch auf einem Second-Hand-Portal bzw. einer solchen App oder auf einer Social-Media Plattform anbieten. Schnäppchen müssen auch nicht immer „neu sein“: Günstige gebrauchte und dennoch hochwertige und geprüfte Geräte wie z. B. Computer, Laptops etc. gibt es auch bei darauf spezialisierten Re-Use Shops bzw. Fachhändlern.

Alte Batterien – ab ins ASZ! Auch herkömmliche Haushaltsbatterien, Lithiumbatterien und Elektroaltgeräte mit eingebauten Lithiumbatterien, die nicht mehr leistungsfähig oder beschädigt sind, können kostenlos im Altstoffsammelzentrum Ihrer Gemeinde entsorgt werden. Keinesfalls sollen sie im Hausmüll oder anderen Sammelbehältern, die nicht dafür vorgesehen sind, landen.

Brandgefährliche Energiebündel! Lithium-Batterien bergen Risiken. Hitze, Kälte, Nässe, Stöße oder falsches Laden können sie beschädigen und im Ernstfall kommt es zum Brand. Daher ist nur die richtige Handhabung und richtige Entsorgung der sichere Weg. Immer wieder kommt es zu kritischen Vorfällen bei Entsorgern oder in Abfallbehandlungsanlagen, weil Batterien oder Akkus im Restmüll waren. Bitte auch daran denken, dass im schlimmsten Falle Mitarbeiter vor Ort zu Schaden kommen können, wenn etwas im falschen Abfallbehälter landet.

© EAK Austria

Elektro-Altgeräte und Batterien richtig entsorgen:

ELEKTROALTGERÄTE

Elektrogroßgeräte – Kanten länger größer 50 cm: Waschmaschinen, Geschirrspüler, Ceranfelder, Heizgeräte, …

Elektrokleingeräte – Kanten kürzer 50 cm: Radios, Toaster, Kaffeemaschinen, Mixer, PC-Maus, Handy, LED-Lampen …

Bildschirmgeräte: Fernseher, Monitore, Notebooks, …

Kühlgeräte: Kühl- und Gefrierschränke, Tiefkühltruhen, Klimageräte, …

Gasentladungslampen: Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, Quecksilber-Natriumdampflampen, …

 

BATTERIEN + AKKUS

Haushaltsbatterien

  • Gerätebatterien, Knopfbatterien, Akkus

Lithiumbatterien leichter als 500 Gramm

  • Batteriepole abkleben
  • beschädigte Batterien in einen Klarsichtbeutel geben

Lithiumbatterien – schwerer als 500 Gramm

  • beschädigte Lithiumbatterien in einen Klarsichtbeutel geben

Elektrogeräte mit eingebauten Lithium-Batterien

  • Akkuwerkzeuge, Tablets, Spielzeug, etc.
  • Kann man den Lithium-Akku leicht und ohne Werkzeug aus dem Gerät entfernen, bitte bereits getrennt voneinander abgeben.

 

Abfallwirtschaftsverband Westkärnten

Tel.: 04282 / 2333 270

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www.elektro-ade.at

 

Altkleider und „Fast fashion“

© awvkr

Der Altkleiderbehälter ist kein Mülleimer. Nur unbeschädigte, saubere Kleidung, Textilien und Schuhe, von denen man sich trennen und die man über den „Altkleidercontainer“ weggeben möchte, sind im weiteren Verwertungsweg noch „tragbar“.

Außerdem muss es vorher noch lange gar nicht so weit kommen. Denn, gerade beim Thema Kleidung ist es beim Shoppen besser, zweimal zu überlegen, als vorschnell zuzugreifen.

Sensibler „Stoff“. Die Entsorgung von Alttextilien ist ein, aus mehreren Blickwinkeln, sensibles Thema und beginnt bereits bei der Herstellung. Fabriken in Billiglohnländern, in denen Arbeiter unter schlechten Bedingungen schuften und dafür schlecht bezahlt werden, Materialien, die mit allerlei Chemikalien behandelt werden, Kleider, die auf den Stationen ihrer Herstellung unzählige Kilometer hin und her geschippert werden – die Liste ist lang, das alles ist kein Geheimnis mehr. Viele Teile landen dann zu überaus günstigen Preisen am Markt und der „Kaufen-Gebrauchen-Wegwerfen“-Gedanke bei der „Fast Fashion“ hängt bereits mit an der Kleiderstange. Kritisch ist auch die Tatsache, dass ein großer Teil der Altkleider in Dritte-Welt-Länder exportiert werden und so der dortigen Textilwirtschaft schaden. Abschließend im Blick haben muss man dann noch den Verbrauch von den für die Produktion benötigten Ressourcen (Baumwollanbau, Wasserverbrauch, Energie, …).

Modeglück statt „Fashion“-Kick. Wir können dazu beitragen, weniger Modemüll zu produzieren und statt dem kurzen Fashion-Kick erleben, dass ein gutes, klassisches Stück, das lange getragen wird, viel mehr Freude bereitet. Klar ist es verlockend, wenn im Wochentakt wechselnde Modeprospekte Lust auf eine neue Garderobe machen und heutzutage selbst die Klassiker – „Sommer- und Winterschlussverkauf“ neben „Pre-Sale“, „Mid-Season-Sale“, „Special-Offer-Days“ und Co altmodisch daherkommen. Das neue, absolute „Lieblingsteil“ wird dann doch noch schnell gekauft, weil, es war ja so viel günstiger … . Und, ganz ehrlich. Wie oft jammern wir vor dem vollen Schrank, wir hätten „überhaupt nichts zum Anziehen“ und tragen dann aber doch immer wieder immer dieselben „Lieblingsteile“ ;-).

Kurzes Vergnügen. Bei vielen Teilen schnappt außerdem bald die Schnäppchen-Falle zu. Dünner Stoff reißt schnell, wetzen durch oder bekommt Löcher, schlecht verarbeitete Nähte gehen nach kurzer Zeit auf, nach ein paar Wäschen sieht das vormals gute Stück aus wie durch die Mangel gedreht. Die Freude war kurz, ein neues Teil muss her, der Schrank wird immer voller, das alte Teil fliegt in den „Müll“.

„Weiter“-Tragen & Flicken. Auch Kinderkleidung ist eine Herausforderung, besonders für den familiären Kontostand. Die kleinen Rabaukinnen und Rabauken brauchen Gewand zum Spielen, Malen, Jausnen, Herumtoben, Kraxeln und, und, und – das alles fordert seinen textilen Tribut und nach dem nächsten Wachstumsschub muss Neues her. Was tun?

  • Wo der Eine rauswächst, wird der Nächste reinwachsen: Andere Familien sind froh, wenn sich das zu kleine Gewand nicht mehr zu Hause türmt: Kleidertauschkreis oder -börse und Flohmarkt sind optimal zum Garderobe-Wechseln und Geldsparen. Vor allem auch ratsam, da aus diesen Teilen schon mehr schädliche Chemie ausgewaschen wurde als bei neuen. Und wenn’s bei den Kleinen funktioniert – warum dann nicht auch bei uns „Großen“.
  • Kleine Löcher und Risse sind schnell gestopft, dem „Spielgewand“ tut das styletechnisch gar nicht weh und die eigene Feinmotorik wird durch Nadel und Faden auch besser.

Downsize-Tipps. Beim Schmökern im Internet findet man reichlich Infos zu „fairer“ Mode, Gütesiegeln und Qualitätsvergleichen. Kreative Styling- und Kombitipps machen auch Lust darauf, den Kleiderschrank zu „minimalisieren“ und die eigene Garderobe auf weniger, dafür hochwertigere und gut kombinierbare Stücke zu beschränken und nicht jedem Trend blind zu folgen.

© awvkr
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Was passiert mit den Alttextilien? Im Verbandsgebiet betreuen unsere Partner Energie AG und FWS GmbH die Altkleidersammlung. In den Sortierbetrieben der FWS werden diese nach bis zu 250 Kriterien von Hand sortiert – ohne chemische Analyse, ohne Maschinen. Je nach sortierten Qualitäten und Bedarf werden die Textilien dann verwertet. 40 bis 50% der Altkleider sind gut erhalten, dienen dem weltweiten Handel und der Bedarfsdeckung einkommensschwacher Menschen. 15 bis 20% sind nicht mehr tragbare Kleidung und werden vorwiegend zu Putzlappen, Isoliermaterial oder Dämmstoffen verarbeitet. Weitere 15 bis 20% sind Recycling-Qualitäten, z. B. Tuch, Federn, Strickware. Lediglich 10 bis 15% sind Müll und gehen in die thermische Verwertung (Verbrennung). Unsere Sammelpartner arbeiten auch an Projekten und Verfahren, um die Textilfasern aus dem Material rückzugewinnen um daraus z. B. wieder Garn spinnen zu können.

In den Altkleidercontainer gehören:

  • tragfähige Kleidung
  • saubere Unterwäsche
  • Handtücher
  • Bett- und Haushaltswäsche
  • Decken und Federbetten
  • Vorhänge und Gardinen
  • Hüte, Mützen und Kappen
  • Handtaschen und Gürtel
  • Tragbare Schuhe aller Art, nur paarweise
  • Kuscheltiere

In den Rest- oder Sperrmüll gehören:

  • nasse oder verschmutzte Textilien
  • stark beschädigte Textilien
  • Stoff- und Garnreste
  • Regenschirme
  • Koffer, Körbe
  • Teppiche, Matratzen

 

Abfallwirtschaftsverband Westkärnten

Kühwegboden 13, 9620 Hermagor

Tel.: 04282 / 2333 270

www.awvwestkaernten.at

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