Nationalpark Hohe Tauern neue “Rangerlabs”

Im Nationalpark Hohe Tauern können Schülerinnen und Schüler in den “Rangerlabs” und in der freien Natur forschen und experimentieren – neue Kooperation mit der ÖBB ermöglicht nun umweltfreundliche Anreise zum Aktionspreis.

Mit dem Zug „umweltfreundlich“ nach Mallnitz anreisen – dies ist das Ziel der neuen Kooperation mit den ÖBB. In den Aktionsmonaten Juni, September und Oktober können Schüler/-innen, die ihre Anreise über die Schulcard abwickeln, zum Aktionspreis in den „rangerlabs“ des Besucherzentrums Mallnitz forschen und experimentieren.

Lernen von und in der Natur – unter diesem Motto können Schüler/-innen, gemeinsam mit Rangern des Nationalparks Hohe Tauern, spannende Naturphänomene erforschen und in den „rangerlabs“ eigenständig experimentieren. Der „Unterricht“ in diesen „Forscherwerkstätten“ orientiert sich vorwiegend an der Idee des forschenden, entdeckenden Lernens.

Es werden insgesamt drei „rangerlabs“ mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten angeboten:

Was ist Klima und wie entstehen die Jahreszeiten? Wie kommt es zu Bergstürzen, Muren oder Steinschlag? Was ist Bionik? Was können wir von der Natur lernen? Antworten und Lösungen zu diesen und noch vielen weiteren Fragen, werden im Rahmen der Workshops in den Labs anhand vieler Modelle und Experimentierstationen selbstständig und anschaulich erarbeitet. Egal ob das rangerlab „klima konkret“, „inspiration natur“ oder „kräuter“ besucht wird, jedes davon ist mit einer Outdoorexkursion – direkt in den Nationalpark – kombiniert. Hier füllt sich der Rucksack mit Erlebnissen und Ideen und schnell wird klar – die Hohen Tauern halten noch viele Geheimnisse bereit. Das „größte Klassenzimmer“ hat aber noch viel mehr zu bieten:

Klimalab© karlheinzfessl.com

Outdoor-Unterricht der Spaß macht

Wer mit seiner Klasse ausschließlich outdoor unterwegs sein möchte, für den bietet der Nationalpark Hohe Tauern ein vielfältiges und abwechslungsreiches Angebot an Projekttagen zu spannenden Themen. Je nach Schulstufe und Themenschwerpunkt können sich Schulklassen ihr individuelles Programm modulartig zusammenstellen. Egal ob sich Schüler/-innen für Gewässer, Gletscher, Geologie, Almen oder Wildtiere begeistern, es ist für jede(n) etwas dabei. Nationalpark Ranger begleiten die Schulklassen zu ausgewählten Plätzen und erforschen mit den Kindern und Jugendlichen die kleinen und großen Geheimnisse der Natur. Intensive Naturerlebnisse und gruppendynamische Erfahrungen machen die Outdoortage im Nationalpark Hohe Tauern jährlich für zahlreiche Schüler/-innen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

© K. Mariacher
© K. Mariacher

„Raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Natur – zum Forschen, Entdecken und Angreifen. So funktioniert das Vermitteln von Lerninhalten am besten. An der frischen Luft und mit unseren Nationalpark Rangern wird Unterricht zu einem Erlebnis. Und da unsere Kinder die Umweltbotschafterinnen und Umweltbotschafter von morgen sind, ist es mir wichtig, bei der Förderung von Umweltbildungsangeboten vor Ort, anzusetzen“, so Nationalparkreferentin Landesrätin Sara Schaar.

 

Nationalpark Ranger kommen auch in die Schulen vor Ort

Eine umweltfreundliche Mobilität ist nicht nur in den Aktionsmonaten im Nationalpark ein wichtiges Thema. Im viertägigen Projektunterricht der VERBUND-Klimaschule des Nationalparks Hohe Tauern setzen sich die Schüler/-innen der 4. bis 8. Schulstufe umfassend mit den Themen Klimawandel und Klimaschutz auseinander. Sie entwickeln in diesen Tagen eine eigene Perspektive und Lösungsansätze und werden dazu motiviert, ihren Alltag nachhaltiger zu gestalten. Unsere Ranger kommen mit allen notwendigen Materialien, zahlreichen Experimenten und Forschungsaufträgen direkt zu den Schüler/-innen in die Schulen.

Aber auch im Rahmen der „Swarovski Wasserschule“ sind die Ranger des Nationalparks vor Ort, also direkt in den Schulen, unterwegs. Die Schüler/-innen erforschen den globalen Wasserkreislauf, hinterfragen die eigene tägliche Verwendung von Wasser und ziehen Vergleiche zur Wassersituation in anderen Ländern. Ein besonderes Erlebnis stellt der Austausch österreichischer Schüler/-innen mit Wasserschüler/-innen weltweit dar. Denn die Swarovski Waterschool ist nicht nur in Österreich, sondern auch in Brasilien, China, Indien, Thailand, Uganda und den USA vertreten und stellt hierzu eine spezielle Onlineplattform zur Verfügung.

Bildungsdirektor Dr. Robert Klinglmair unterstützt mit regelmäßigen Aussendungen an die Schulen die Bemühungen des Nationalparks Hohe Tauern, mit praxisnaher Bildung unsere Kärntner Schülerinnen und Schüler für den Umweltschutz zu sensibilisieren und gleichzeitig die Faszination Natur erlebbar zu machen. „Mit den Bildungsprogrammen des Nationalparks Hohe Tauern wird schon bei den Jüngsten angesetzt, um einerseits ein Bewusstsein für die Begrenzungen unserer Lebensressourcen zu schaffen und andererseits jene Handlungskompetenzen auszubilden, die für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt gefördert werden müssen“, streicht der Bildungsdirektor die Wichtigkeit von nachhaltigen Angeboten, interaktiven Workshops und hautnah erfahrbaren Projekten zu Umweltthemen hervor und begrüßt mit den ÖBB einen bewährten und zuverlässigen Mobilitätspartner.

 

Unterrichtsmaterialien für Lehrer/-innen

Zusätzlich zu all diesen Angeboten, unterstützt der Nationalpark Hohe Tauern Lehrerinnen und Lehrer der mittleren und höheren Schulen mit Unterrichtsmaterialien. Die didaktisch gut aufbereiteten Unterlagen sind wertvolle Ergänzungen in den Fächern Biologie und Umweltkunde, Geographie und Wirtschaftskunde sowie Geschichte und Sozialkunde.  Der umfangreiche Wissensteil wird durch Arbeitsblätter und Präsentationsfolien erweitert. Die Online-Lernplattform www.hohetauern.at/unterricht und die Spielplattform der klima.schule helfen bei der Wissensvermittlung über Ökologie, Geologie, Naturschutz oder alpine Kulturgeschichte.

ÖBB sind DER Mobilitätspartner

„Gemeinsam mit dem Nationalpark Hohe Tauern garantieren die ÖBB eine sichere und zuverlässige An- und Rückreise“, so Regionalmanager Reinhard Wallner von der ÖBB-Personenverkehr AG. „Nicht nur die Kooperation für die schulische Weiterbildung steht im Fokus, sondern auch der Umweltgedanke, betreffend der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir sind bestrebt, gerade unsere künftigen Kundinnen und Kunden, die jetzt in der Ausbildung stehen, auf die sanfte und ökologische Mobilität zu sensibilisieren. Und genau die Kooperation mit dem Nationalpark Hohe Tauern ist ein leuchtendes Beispiel dafür.“

© LR Schaar
© LR Schaar

„Jedes Jahr besuchen tausende Kärntner Schülerinnen und Schüler den Nationalpark, um die Vielfalt und Schönheit der Natur- und Kulturlandschaft mit eigenen Augen kennenzu- lernen. Dabei nehmen die Kinder und Jugendlichen so viele positive Eindrücke mit nach Hause und motivieren auch ihre Familien dazu, ihren Alltag umweltbewusster und nachhaltiger zu gestalten“, so Schaar. „Durch unsere neue Kooperation mit den ÖBB fängt das Umweltbewusstsein nun schon bei der Anreise an: Eine gemeinsame Zugfahrt mit den Klassenkameraden/-innen macht Spaß und ist nebenbei gut fürs Klima und somit auch gut für die Menschen auf diesem Planeten. So wird bei den Schülerinnen und Schülern auch das Interesse an umweltbewusster Mobilität geweckt.“

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