Reparieren statt Wegwerfen!

Reparieren statt Wegwerfen, Abfallwirtschaftsverband Westkärnten, www.awvwestkaernten.at, (c) Pixabay

Vermeintlich ganz kaputt und somit sofort weg damit? Muss nicht sein. Wer was und wo repariert oder gar verleiht– diese Auskunft findet man mittlerweile über das Repair-Netzwerk „Reparaturführer.at“ auch für Kärnten online. Aktuell passend dazu: Der „Reparaturbonus“ des Landes Kärnten.

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind in aller Munde. Dazu zählt auch, Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge, Spielzeug, Gewand, Möbel, Instrumente und alles andere, was uns wichtig ist, nicht nur als oftmals leicht und günstig ersetzbare Wegwerfartikel zu sehen, sondern den Wert der Dinge auch dadurch zu heben, sie reparierbar und langlebig zu machen.

Reparieren statt Wegwerfen, Abfallwirtschaftsverband Westkärnten, www.awvwestkaernten.at, (c) Pixabay

Reparaturprofi finden.
Auf reparaturfuehrer.at/kaernten.html kann man in derzeit zehn verschiedenen Kategorien oder per Stichwort nach Reparaturbetrieben und -leistungen suchen. Ebenso gelistet sind Betriebe, die einen Verleih-Service anbieten.

Regional und individuell.
Gerade in den letzten Monaten hat bei vielen Menschen das Bewusstsein rund um regionale Produkte und Dienstleistungen und die persönliche Beratung durch die Spezialistin und den Spezialisten vor Ort noch mehr an Wert und Bedeutung gewonnen.

Kostenlos netzwerken.
Firmen, aber auch Einzelpersonen, die Reparaturen anbieten, können sich auf dieser Plattform kostenlos registrieren und präsentieren. Der „Reparaturführer“ wird unterstützt vom Land Kärnten und der WKO.

Reparatur-Leistungen können benutzerfreundlich in diesen Kategorien gelistet werden:

  • Bekleidung & Accessoires
  • Elektrogeräte
  • Freizeitgeräte und Tierbedarf
  • Haus- und Wohnzubehör
  • Maschinen und Haushaltsgeräte
  • Mobilität
  • Musikinstrumente
  • Second Hand
  • Verleih
  • Wohnungseinrichtung

Kärntner „Reparaturbonus“.
Neu seit Mitte Juli 2020 – mit dem „Reparaturbonus“ fördert das Land Kärnten die Reparatur von Haushaltselektrogeräten (ausgenommen Kühl- und Tiefkühlgeräte). Voraussetzung dafür: Der Reparaturbetrieb muss in Kärnten seinen Firmensitz haben und am Reparaturführer-Portal gelistet sein. Detto muss der Antragsteller selbst einen Wohnsitz in Kärnten haben. Pro Privathaushalt pro Jahr gibt es nach Beantragung 50% der Brutto-Reparaturkosten bzw. max. 100 € retour. Eingereicht werden kann bis 30 Tage nach Rechnungsdatum. Alle weiteren Details und den Link zum Antrag: https://portal.ktn.gv.at/Forms/AFS/UW80.

Infos und Links:

Abfallwirtschaftsverband Westkärnten
Kühwegboden 13, 9620 Hermagor-Pressegger See
www.awvwestkaernten.at

Reparieren statt Wegwerfen, Abfallwirtschaftsverband Westkärnten, www.awvwestkaernten.at, (c) SC Reparaturführer

Nach dem Ableben – abgeben

Batterien und Akkus bitte keinesfalls im Restmüll entsorgen - © AWV Kärnten

Batterien und Akkus – sie sind lange für uns da. Und sie haben sich eine richtige Entsorgung und Verwertung verdient. Die neue Infokampagne der Kärntner Abfallwirtschaftsverbände klärt auf.

Elektrogeräte sind aus unseren Haushalten nicht mehr wegzudenken. Vom Stabmixer bis zum Handy, vom Akkuschrauber bis zum E-Bike läuft nichts mehr ohne Batterien oder Akkus. Und wenn die nicht mehr laufen, dann haben sie sich eine richtige Entsorgung und Verwertung verdient.

Gefahrenquelle. Jede zweite Batterie landet aber nicht dort, wo sie sollte: Im Altstoffsammelzentrum oder in Geschäften, die Batterien und Akkus verkaufen. Stichproben im Rahmen der Kärntner Abfallanalyse 2019 haben ergeben, dass in 1.000 Kilo Restmüll zirka 20 herkömmliche Batterien und eine Lithium-Batterie zu finden sind. Das sind etwa 200 Batterien und zehn Lithium-Batterien in einem Müllwagen. Besonders Lithium-Akkus, die wahre Energiebündel sind, sorgen bei falscher Entsorgung und Handhabung für ein hohes Brandrisiko. Sie reagieren empfindlich auf Stöße, Hitze, falsche Ladung, uvm. Die falsche Entsorgung ist aber nicht nur brandgefährlich, sondern auch eine Verschwendung von Ressourcen.

Wertvoll und wiederverwertbar. Derzeit werden die wertvollen Rohstoffe für Batterien und Akkus in Südamerika, China oder Australien abgebaut, Warum sollen sie morgen nicht aus unseren Altstoffsammelzentren kommen? Es liegt an uns allen, mit den edlen Metallen auch sorgsam umzugehen – und verbrauchte, kaputte Batterien und Akkus abzugeben. Und zwar beim Händler oder in den Altstoffsammelzentren der Gemeinden. Umso mehr gilt das Motto der laufenden Infokampagne: Nach dem Ableben – abgeben!

 

Infos und Kontakt:

Abfallwirtschaftsverband Westkärnten
Tel.: 04282 / 2333 270
www.awvwestkaernten.at
Sammelzentren der Westkärntner Gemeinden

Die Kärntner Abfallwirtschaftsverbände im Überblick:
www.abfallwirtschaftsverband.at

Comic auf Youtube zu Litihum-Akkus & Co:Mach’s wie die Watts:

Schrittweise Öffnung der Altstoffsammelzentren

Abfallwirtschaftsverband Westkärnten

Laut Land Kärnten können die Sammelzentren der Gemeinden ab Dienstag, 14. April 2020, wieder schrittweise geöffnet werden. Allerdings unter Einhaltung bestimmten Rahmenbedingungen zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern und damit es anfangs zu keinem Materialrückstau kommt.

Denn, „bedenken Sie bitte, dass die Maßnahmen zur Viruseindämmung nach wie vor gelten und es immer noch darum geht, Infektionszahlen gering zu halten. Das schrittweise Hochfahren heißt auch, dass nicht sofort alles wie gewohnt ablaufen kann. Für die Sammelzentren und Entsorger bedeutet das nun, dass die angesammelten Mengen kontrolliert abgearbeitet werden müssen und Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden ergriffen werden müssen. Daher ist es wichtig, die vom Land vorgegebenen Rahmenbedingungen für die Abfallanlieferung in den Sammelzentren einzuhalten. Auch damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag!“, so Bgm. Siegfried Ronacher, Vorsitzender des Abfallwirtschaftsverbandes (AWV) Westkärnten

Vorsortieren, Maske und Blockabfertigung. Ambros Jost, Geschäftsführer des AWV Westkärnten fasst die wichtigsten zusammen: „Bitte liefern Sie nicht mehr als 2 Kubikmeter Material an und sortieren Sie alles schon zu Hause vor. Dann erfolgt auch die Abwicklung im Sammelzentrum rasch. Tragen Sie bei der Anlieferung bitte einen selbst mitgebrachten Mundschutz und halten Sie, wie auch überall anderswo, zu anderen Personen mindestens einen Meter Abstand. Weiters sind am Gelände der Sammelzentren nicht mehr als fünf Fahrzeuge erlaubt – bitte die Blockabfertigung beachten.

 

Öffnungszeiten und Trenntipps:

Um zu erfahren, wann das Sammelzentren Ihrer Heimatgemeinde offen hat, kontaktieren Sie bitte Ihr zuständiges Gemeindeamt.

Kontaktdaten unter www.awvwestkaernten.at –Sammelzentren – ASZ Gemeinden: http://www.awvwestkaernten.at/en/sammelzentren/asz-gemeinden

Infos zur Abfalltrennung finden Sie ebenfalls auf der Webseite des AWV Westkärnten unter „Trennen & Entsorgen“: www.awvwestkaernten.at/en/trennen-entsorgen

 

Download:

 

Kontakt:

Abfallwirtschaftsverband Westkärnten

Kühwegboden 13, 9620 Hermagor-Pressegger See

Tel.: 04282 2333 270

E-Mail: office@awvwestkaernten.at

Verpackungen richtig entsorgen

Bunte und weiße Glasverpackungen werden getrennt gesammelt. Sammelbehälter und LKW’s haben getrennte Behälterkammern Foto Altglassammlung Getrenntes bleibt Getrennt © Austria Glas Recycling

Was haben leere Limoflaschen, Coladosen, Gurkengläser, Altpapier & Co gemeinsam? Richtig getrennt entsorgt werden aus ihnen wieder Wertstoffe. Im entsprechenden Sammelbehälter sind Verpackung & Co am besten aufgehoben, denn im Restmüll würden viele der darin enthaltenen Sekundärrohstoffe verloren gehen. Bitte alles immer restentleert bzw. spachtelrein entsorgen. Und – das Zeug achtlos in der Natur wegzuwerfen sollte sowieso ein No-Go sein.

 

 Luft raus, Knick rein. Damit der Gelbe Sack so viel wie möglich fassen kann, bitte alle Kunststoff- bzw. Leichtverpackungen so „schlank“ wie möglich machen. Der „Knick Trick“ lässt bei der PET-Flasche die Luft raus, der Tetra-Pak-Karton wird am besten so flach wie möglich gedrückt und der Gelbe Sack soll am Abfuhrtag bitte erst zur Abholung bereitgestellt werden, wenn er richtig gut vollgefüllt ist.

Flach machen, Platz sparen. Altpapier und -kartonagen sind echte Allroundgenies weil bis zu 100 % recycelbar. Das gesammelte Material dient für neue Papierprodukte. Speziell Papierfasern können ca. sechs Mal wiederverwendet werden. Umso wichtiger ist eine funktionierende Trennung. Dazu gehört auch, das Volumen der Sammelbehälter optimal auszunutzen. Bitte Kartons vor dem Reinwerfen immer flach zusammendrücken.

Altpapier kann bis zu 6 x recycelt werden. Kartons vor dem Wegwerfen bitte immer flach zusammendrücken Foto Papier © AWV Westkärnten
Altpapier kann bis zu 6 x recycelt werden. Kartons vor dem Wegwerfen bitte immer flach zusammendrücken Foto Papier © AWV Westkärnten

Glasklare Sache. Glas ist für viele Produkte ein ideales Verpackungsmittel. Es ist gänzlich recycelbar, geruchs- geschmacksneutral, sondert keine schädlichen Stoffe an den Inhalt ab und bietet Lichtschutz. Und wenn man Glasverpackungen aus Weiß- und Buntglas in die entsprechenden Sammelbehälter wirft, hat man schon alles dafür getan, dass auch Altglas wieder ein „Wertstoff“ wird.

Dosen in die blaue Tonne. Metallverpackungen werden in unserem Verbandsgebiet separat, in der blauen Tonne, gesammelt. Durchs Recycling verbleiben die ressourcenintensiv geförderte Metalle im Materialkreislauf erhalten. Töpfe, Pfannen, Schrauben, Nägel, Wäschespinnen, Drähte und alle anderen Metallteile gehören ins Abfallsammelzentrum.

Im gelben Sack können alle Leichtverpackungen entsorgt werden. Was rein darf, steht, im Zweifelsfall, auch drauf Foto Gelber Sack © AWV Westkärnten

Rund geht’s. Wer ganz genau wissen möchte, was mit entsorgten Gegenständen passiert, klickt auf www.rundgehts.at mit vielen spannenden und wahrscheinlich bislang unbekannte Geschichten rund um Recycling und Wiederverwendung.

Und hier alle Infos zur richtigen Verpackungstrennung auf einen Klick und in der Übersicht:

http://www.awvwestkaernten.at/en/trennen-entsorgen

Leichtverpackungen – Gelber Sack/Tonne:
Plastikflaschen für Getränke, Waschmittel, Reinigungsmittel, Körperpflegemittel

Verpackungen aus Kunststoffverbundmaterial wie Joghurtbecher, Chipspackungen, Gemüse- und Fleischtassen, Getränkeverpackungen (Tetra Pak), Tablettenverpackungen (Blister), Plastiksäcke und Folien, Verpackungsstyropor.

Bitte keine Gegenstände aus Hartplastik, Einweg-Handschuhe, Schlauchboote, Luftmatratzen, Duschvorhänge, Planen, Kinderspielzeug, Wäschekörbe, Rohre, Gartenschläuche, Gummistiefel, Zahnbürsten, Kleiderbügel, Videokassetten, Agrarfolien etc. Diese Dinge gehören entweder zum Restmüll bzw. ins Abfallsammelzentrum.

Altpapier und Kartonagen – Rote Tonne:
Zeitungen, Illustrierte, Prospekte, Kataloge, Hefte, Bücher, Schreib-, Kopierpapier, Fensterkuverts, Karton, Schachteln, Wellpappe, Kraftpapiersäcke, Packpapier, Papierverpackungen (Mehlsackerl, Reiskarton…), .

Bitte keine Etiketten (gummiert, Klebeetiketten), fettiges oder verschmutztes Papier, Papiertaschentücher, Küchenrollen, Servietten, Klebebänder, Kohle- und Durchschreibpapier, Kunststoff, Milch- und Getränkepackerl, Papiertapeten, Styropor, Thermo-(Fax-)Papier, Verbundpapier, Wachspapier, Windeln, Zellophan

Wertvolles „in Dosen“: richtig entsorgte Metallverpackungen liefern wertvolle „Sekundärrohstoffe“ Foto Dosen © AWV Westkärnten
Wertvolles „in Dosen“: richtig entsorgte Metallverpackungen liefern wertvolle „Sekundärrohstoffe“ Foto Dosen © AWV Westkärnten

Metallverpackungen – Blaue Tonne:
Weißblechdosen, Getränkedosen, Konservendosen, Alufolien, Kronenkorken, Getränkeverschlusskappen, Tuben aus Metall, spachtelreine bzw. tropffreie Farb- und Lackdosen, restentleerte (druckgasfreie) Spraydosen.

Bitte keine Chipspackungen, Spraydosen und Gaskartuschen mit Restinhalt, Wäschespinnen, Töpfe, Pfannen, Schrauben, Nägel, Metallteile, Draht, Elektrogeräte, Eisenschrott, etc.

Weißglas und Buntglas – Grün-Weiße-Tonne:
Einwegflaschen, Lebensmittelgläser, Parfümflacons, Kosmetikflaschen, Medizinfläschchen, Nagellackflaschen, Gewürzmühlen , Glasampullen

In den Hausmüll soll man diese Materialien werfen: Glasgeschirr, hitzebeständiges Glas (REX-Gläser, Jena-Schüsseln, Babyfläschchen, …), zerbrochene Ceranfelder, Türglas von Mikrowelle/Backrohr, Glühbirnen, Plexiglas, Christbaumkugeln, glasähnliches Dekomaterial. Ins Altstoffsammelzentrum hingegen gehören Fenster- und Türscheiben, Isolierglas, Spiegel, Drahtglas, LED-Lampen, Leuchtstoffröhren.

Infos und Kontakt.
Abfallwirtschaftsverband Westkärnten
Tel.: 04282 / 2333 270
www.awvwestkaernten.at
www.rundgehts.at

Lebensmittel sind kostbar

Hunger und Durst sind keine guten Weggefährten und mit Jausenbox und Trinkflasche vermeidet man unterwegs Verpackungsmüll © AWV Westkärnten

Sommerfeste, Grillabende, Ausflüge, Badetage und Wandertouren: Im Sommer ist immer was los und die richtige Verpflegung darf dabei nicht fehlen. Die warmen Temperaturen erfordern eine sorgsame Lagerung und gute Einkaufsplanung. Wenn doch etwas übrig bleibt, kann mit den „Restln“ gut gewirtschaftet werden. Hier einige Anregungen, um auf den Geschmack zu kommen und auch andere Abfälle zu vermeiden.

Hunger ist der beste Koch aber ein schlechter Einkaufsbegleiter. Ein überlegter Einkauf und vielleicht sogar ein Speiseplan für mehrere Tage verhindert, dass zu viele Lebensmittelabfälle weggeworfen werden müssen und spart Geld. Wird die Kühlkette eingehalten (Kühltasche mitnehmen, Transportwege kurz halten), erleiden verderbliche Lebensmittel auf dem Weg nach Hause keinen Hitzeschock. Zuhause dann die Lagerempfehlungen beachten und den eigenen Sinnen trauen, wenn es um das Mindesthaltbarkeitsdatum geht. Viele Produkte sind am genannten Datum noch lange nicht „abgelaufen“ und somit essbar.

Der Ratgeber „kostbar“ – ein Büchlein voll wertvoller Tipps © AWV Westkärnten

Die Reste vom Feste. Ripperl, Würstchen, Kotelett, Medaillons, Grillgemüse, Ofenkartoffel – die Kohlen glühen, das Wasser läuft einem im Mund zusammen. Meistens bleiben bei der gemütlichen Grillerei Reste übrig, aus denen man am nächsten Tag ein feines G’röstl zaubern kann oder die man kalt zur Jause essen kann. Viele Salate und Saucen schmecken auch am zweiten Tag, wenn sie ordentlich durchgezogen sind.

„Smoothe“, heiße Früchtchen. Sind Obst oder Gemüse ein bisschen matschig, machen sie sich noch immer gut, wenn man sie einmal durch den Pürierer jagt und als Vitaminshake genießt. Mit Naturjoghurt gemischt gibt’s ein erfrischendes Dessert und hat man mehr davon – ab in den Topf und auf die selbstgemachte Marmelade oder ein Relish stolz sein.

Jausen-„Müll“ vermeiden. Sommerzeit ist Urlaubszeit und somit Ausflugs- und Abenteuerzeit. Spätestens beim ersten Stopp knurrt der Bauch und die Jause wird fällig. Bei geplanten Unternehmungen ist es ganz einfach, Verpackungsmüll zu vermeiden – mit Jausenboxen und wiederbefüllbaren Trinkflaschen anstelle von Alu- oder Plastikfolie, Plastiksackerl, PET-Flasche oder Getränkedose.

Auch die Wanderjause schmeckt den Bergfexen am besten – abfallfrei © AWV Westkärnten
Auch die Wanderjause schmeckt den Bergfexen am besten – abfallfrei © AWV Westkärnten

Abfälle richtig entsorgen. Bei spontanen Aktionen, bei denen g’schwind am Weg eingekauft wird, fallen erfahrungsgemäß mehr Abfälle an. Die Welt wird davon natürlich nicht untergehen, aber bitte die Verpackungen nicht achtlos irgendwo in der Natur wegwerfen sondern daheim entsprechend entsorgen.

Lebensmittelabfälle und Speisefett. Bioabfälle aus der Küche wie z. B. Obst- und Gemüseschalen, Speisereste, Kaffee- und Teesud, Blumenreste gehören in den Biomüll oder auf den eigenen Komposthaufen und nicht in den Restmüll. Altspeisefette und -öle im ÖLI-Eimer sammeln und im Sammelzentrum entsorgen. Dort erhält man auch leere ÖLIs. Schüttet man z. B. Öle in den Abfluss, riskiert man Schäden und Verstopfungen in Leitungen und Kläranlagen.

„ich bin KOSTBAR“. Viele weitere Tipps rund um das umweltbewusste Genießen, regionale Einkaufen, Produzenten aus unseren Tälern und das alltagstaugliche Kochen sowie viel Wissenswertes rund um die richtige Lagerung und Haltbarkeit von Lebensmitteln liefert gebündelt der Ratgeber „Kostbar“, der von der KEM-Region „Karnische Energie“, HLW Hermagor und AWV Westkärnten heuer erstmals aufgelegt wurde. Erhältlich ist er beim Gemeindeverband Karnische Region, Hauptstraße 44 Hermagor und in der HLW Hermagor.

 

Kontakt, Infos, Links:
Abfallwirtschaftsverband Westkärnten
Tel.: 04282 / 2333 270
www.awvwestkaernten.at

„Lebensmittel sind kostbar“
http://www.lebensmittel-sind-kostbar.at
https://www.facebook.com/lebensmittel.sind.kostbar/

„Brandaktuell“: Lithium-Akkus und Elektroaltgeräte

In Österreich gibt es rund 2.100 kommunale Sammelstellen, wo die Bevölkerung Elektroaltgeräte und Batterien kostenlos entsorgen kann. © EAK Austria

Sommerlich heiß die Temperaturen, mittlerweile brandaktuell aber auch die richtige Handhabe bzw. das Laden von Geräten, die mit Batterien und Akkus betrieben werden und die Gefahren, wenn ausgediente Teile falsch entsorgt werden. Gerade Lithium-Energieträger reagieren empfindlich. Immer wieder kommt es in Österreich mittlerweile zu Bränden.

Böses Erwachen. Um die Drastik anschaulich zu machen, haben unsere Kollegen vom AWV Spittal haben die Gefahrensituation dazu im Laborversuch nachgestellt, Abfallberaterin Bettina Leiner wurde dafür sogar mit der österreichweiten Auszeichnung „Elektro-Nick“ prämiert. Die angenommene Situation: Das Smartphone liegt am Nachtkasterl und hängt am Ladegerät, der Akku überhitzt dabei.

YouTube-Video

Sammeln, aber sicher. Wenn alte Batterien oder Geräte nicht mehr funktionsfähig sind, bitte unbedingt in die Sammelstelle oder das Sammelzentrum der Gemeinde bringen. Nur so werden sie richtig entsorgt, nicht zuletzt um die wertvollen Bestandteile für eine Wiederverwendung zu sichern.

Elektroaltgeräte sind wertvoll. Chalkopyrit, polykristallines Silizium, Magnetit, Bauxit, Lepidolith, Ölschiefer, Gold, Quarz, Tantalerz – nein, kein Copy-Paste-Fehler aus einem Chemieportal – das sind Rohstoffe die in z. B. Smartphones verbaut sind. Um Kupfer, Silizium, Eisen, Aluminium, Lithium, Erdöl, Gold, Tantal etc. zu gewinne, werden in den weltweit verstreuten Abbaugebieten enorme Ressourcen benötigt, Umwelt und Menschen ausgebeutet. Eine Tonne alter Mobiltelefone enthält mehr Gold, als eine Tonne Golderz. Eine Waschmaschine besteht aus rund 60 % Eisen, 11 % Kunststoff, 5 % Glas und 3 % Nichteisenmetalle (Kupfer, Aluminium, etc.). Ein E-Herd beinhaltet sogar 83 % Eisen. Wertvolle Rohstoffe, die recycelt werden können. Ressourcenknappheit und Klimawandel sollten uns Warnung und Ansporn sein, verantwortungsvoll mit unseren vorhandenen Rohstoffen und der Umwelt umzugehen.

Unser Appell:

  • Kaputte Elektrogeräte zur Sammelstelle der Gemeinde bringen. Die Entsorgung ist kostenlos. Keinesfalls in den Hausmüll werfen. Sonst gehen wertvolle wiederverwendbare Materialien und Sekundärrohstoffe verloren.
  • Leere Batterien und defekte Akkus zur Sammelstelle der Gemeinde bringen. Die Entsorgung ist kostenlos. Keinesfalls in den Hausmüll werfen. Es kann mitunter zu Unfällen oder Bränden bei den Abfallentsorgungsunternehmen kommen.
  • Speziell bei Lithium-Batterien: hohe Temperaturen vermeiden, Geräte unter Aufsicht und entfernt von brennbaren Materialien laden, bei Erhitzung Acht geben und nur mit dem passenden Ladegerät laden.

Kontakt, Infos, Links:

Abfallwirtschaftsverband Westkärnten
Tel.: 04282 / 2333 270
www.awvwestkaernten.at
www.awvspittal.at
www.elektro-ade.at

Die „Müllhexe Rosalie“ auf Tour

Müllhexe Roaslie lernt richtiges Abfall-Trennen © AWV Westkärnten

Wenn der Tag damit beginnt, den Turnsaal in eine Mitmach-Theaterbühne zu verwandeln, Regenwürmer im Schulhaus einzuschleusen und in den Klassen Erlebnisstationen einzurichten, dann ist klar – die Müllhexe Rosalie ist mit ihrer Crew im Lande und macht Station in den Volksschulen der AWV-Verbandsgemeinden!

Wo ist Schmatzi? Das Thema Kompostierung hautnah erleben © AWV Westkärnten

Begonnen wird in der Früh mit dem Mitmach-Theaterstück, bei dem die Kinder gemeinsam mit „Putzfimmel“ Günther und AWV-Umweltberaterin Antonia Bernhardt die faule, Abfall als Schätze hortende und Gestank liebende Müllhexe Rosalie dazu bringen, ihren ganzen Mist aus der Natur einzusammeln und die Fische im Teich zu retten. Rosalie sieht dann auch endlich ein, dass es bei ganz vielen Lebensmitteln überhaupt nichts bringt, wenn sie doppelt und dreifach in Kunststoff verpackt sind und von ganz weit herkommen und der meiste Müll am besten im Sammelzentrum der Gemeinde aufgehoben ist.

Mit detailreichen Lernmaterialien wird Wissen “begreifbar” © AWV Westkärnten

Umwelt „erleben“. Danach erarbeiten die Kinder in Themen-Stationen („Kompostwurm Schmatzi und seine Freunde“, „Voller Durchblick – Glasherstellung und Altglasrecycling“, „Der lange Weg unserer Kleidung“ und „Achtloses Wegwerfen von Abfällen – Littering“) an denen das Wissen auch spielerisch „begreifbar“ wird noch viel mehr über Umwelt- und Ressourcenschutz, Abfallvermeidung und die damit verbundene sinnvolle Rohstoffgewinnung via Recycling. Die „Umwelterlebniswoche mit der Müllhexe Rosalie“ wird vom AWV Westkärnten für die Volksschulen in den Mitgliedsgemeinden organisiert, Liese Esslinger von der „Rosalie Factory“ und ihr Team sowie Antonia Bernhardt gestalten den pädagogischen Teil.

Staunen und Lernen. Pro Schulwoche werden fünf Schulen besucht. Heuer mit dabei waren Hermagor, Tröpolach, Kirchbach, Weißensee und Irschen. „Wir sind begeistert, mit welcher Freude die Kinder live mit dabei sind. Wir staunen jedes Jahr auch aufs Neue, wie viel Wissen die Kinder in den Workshops bereits einbringen und wie sich richtige‚Fachgespräche‘ in den Workshops entwickeln“, freut sich Iris Glantschnig vom AWV Westkärnten.

 

Abfallwirtschaftsverband Westkärnten
Tel.: 04282 / 2333 270
www.awvwestkaernten.at
www.rosalie.st

„Reinwerfen statt Wegwerfen“- Jahresgewinnspiel

© ARA, Reinwerfen statt Wegwerfen

Beweis‘ dein Quizzwissen gegen Müllsünden! Was haben Saturnringe, Bananenschalen und ein Thermenbesuch gemeinsam?

Folge einfach dem Link auf das „Reinwerfen statt Wegwerfen“-Gewinnspiel, beweis mit etwas Augenzwinkern Dein Wissen um das richtige Entsorgen von Abfällen und vielleicht gewinnst Du Thermengutscheine oder ein „Reinwerfen statt Wegwerfen“-Fanpackage!

Zum Gewinnspiel geht’s hier!

Gewinnfragen anklicken und Thermengutscheine für ganz Österreich gewinnen! © ARA
Gewinnfragen anklicken und Thermengutscheine für ganz Österreich gewinnen! © ARA

Auch der Abfallwirtschaftsverband Westkärnten hält euch die Daumen und freut sich über viele Klicks!

Weitere Infos unter:
www.reinwerfen.at
www.facebook.com/reinwerfen/
www.awvwestkaernten.at
www.facebook.com/awvwestkaernten

Ratgeber für regionale Nachhaltigkeit: Druckfrisch und einfach „kostbar“

© AWV Westkärnten

Nach einem Jahr Projektarbeit haben die KEM-Region Karnische Energie, die HLW Hermagor und der AWV Westkärnten am 25. Februar in der HLW Hermagor den regionalen Ratgeber „Kostbar“ präsentiert.

einfach „kostbar“ © AWV Westkärnten
einfach „kostbar“ © AWV Westkärnten

„Es ist nicht immer ganz einfach, umweltbewusst zu leben: Regional einkaufen, weniger mit dem Auto fahren, bewusst konsumieren, reparieren statt wegwerfen, Müll richtig trennen … Es ist aber auch nicht schwer. Dieses Buch will nicht ermahnen, sondern zum Umdenken anregen und aufzeigen, wie viele nachhaltige Möglichkeiten und Initiativen es in unserer Region bereits gibt.“

einfach „kostbar“ © AWV Westkärnten
einfach „kostbar“ © AWV Westkärnten

Rezepte, Einkaufstipps, Wissen. Mit Hingabe und Liebe zum Detail haben die HLW-Schülerinnen und Schüler Einkaufstipps und Rezepte für Gerichte mit Zutaten von Produzenten aus der Region zusammengestellt und diese natürlich auch gekocht, Andrea Knura und Lilo Werbach haben dazu Wort, Bild und Grafik fein abgeschmeckt, die KEM-Region und der AWV Westkärnten haben die reich gedeckte Tafel mit zahlreichen Infos zu den Themen lokale Ressourcen, Energiebewusstsein, vernünftiger Lebensmitteleinkauf und Lagerung, Vermeidung von Lebensmittelabfällen und Abfällen generell, Haltbarkeitsdatum und Co. angerichtet.

einfach „kostbar“ © AWV Westkärnten
einfach „kostbar“ © AWV Westkärnten

Gemeinsamer Geschmack. Bgm. Siegfried Ronacher, Vorsitzender des Gemeindeverbands als auch des Abfallwirtschaftsverband Westkärnten: „Wenn alle Zahnräder ineinandergreifen und alle an einem Strang ziehen kommen solch tolle Ergebnisse zustande und man kann im wahrsten Sinne des Wortes ganz neue Seiten aufschlagen.“ „Es ist ganz einfach ein ehrliches Buch. Es gibt unzählige Kochbücher, in denen nichts Neues steht. Dieses ist anders“, so Franz Fendre vom Klub der Köche Kärnten. „Jugendlichen kann man am besten etwas näherbringen, wenn sie es mit allen Sinnen erfahren können. Mit genau solchen Projekten gelingt das“, ist LSI Renate Kanovsky-Wintermann überzeugt.

einfach „kostbar“ © AWV Westkärnten
einfach „kostbar“ © AWV Westkärnten

Botschaft hinaustragen. „Ich bin kostbar“ – dieser Leitsatz bringt das Projekt auf den Punkt, passend dazu wurden lässige Bio-Baumwolltaschen produziert, mit welchen die Botschaft auch im wahrsten Sinne des Wortes hinausgetragen wird.

Geschenke fesch und abfallarm verpacken

© AWV Westkärnten

Das Glöckchen klingelt, die Augen leuchten, der Christbaum strahlt und die Freude über die vielen Packerl unterm Baum ist groß. Groß ist nach der „Bescherung“ meistens auch der Haufen Altpapier und Verpackungsmüll, der von den liebevoll eingepackten Geschenken übrigbleibt.

Hier unsere Tipps zur kreativen und abfallarmen Geschenkeverpackung:

  • Handtücher, Halstücher, Schals, T-Shirts oder Socken sind ein schöner und origineller Geschenkpapier-Ersatz. Sie kann man ebenso nett drapieren wie Papier und Co und sind überdies ein echter Hingucker.
  • In Kartons, alten Gläsern und Dosen lassen sich Präsente ebenso praktisch und hübsch verpacken.
  • Hochwertiges, bedrucktes Altpapier wie dekorative Zeitungsanzeigen oder Prospektseiten, alte Stadtpläne, Kreuzworträtsel etc. eignen sich hervorragend als Geschenkpapier-Ersatz. Schon allein deshalb, weil beschichtetes Geschenkspapier, Folien, bedruckte Schleifen und Co schwer recycelbar sind.
  • Auch Stoff– oder Tapetenreste sind ein tolles Verpackungsmaterial.
  • Und – der Dauerbrenner zum Schluss: von klassisch eingepackten Geschenken, die man selber bekommt, Papier und Schleifen zur Wiederverwendung aufbewahren, zerknüllte Stoffschleifen kann man notfalls im nächsten Advent aufbügeln.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen frohe Weihnachten, ruhige Festtage und ein umweltbewusstes neues Jahr!

Das Team des AWV Westkärnten mit Vorsitzendem Bgm. Siegfried Ronacher, Geschäftsführer Ambros Jost, Umweltberaterin Antonia Bernhardt und Iris Glantschnig

Abfallwirtschaftsverband Westkärnten

Tel.: 04282 / 2333 270

www.awvwestkaernten.at