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Hermagor-Presseger See wird eine Erneuerbare Energiegemeinschaft

Die Gemeinde sowie die lokalen Unternehmen organisieren sich, um die Energieversorgung vor Ort mit Erneuerbaren Energien zu etablieren.

Um die Stadtgemeinde fit für die Zukunft zu machen und die Energiewende unter Einbindung von heimischen Unternehmen aktiv voranzutreiben, hat sich die Stadtgemeinde zur Gründung einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft entschieden. Die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See sieht die Etablierung einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft (EEG) als Teil des gesamtheitlichen Energiekonzepts, welches Stromtankstellen, PV-Anlagen auf gewerblichen und öffentlichen Einrichtungen sowie bestehende Kleinwasserkraftwerke verbinden soll. „Die Umsetzung einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft in Hermagor sehen wir als einen der wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einer grünen, lokalen Energieversorgung. Die Preisstabilität ist ebenfalls ein wichtiger Faktor für die Gemeinde“ – betont Bürgermeister Leopold Astner (ÖVP).

Ein Fokus der EEG Wulfenia eGen soll dabei auf der lokalen Wertschöpfung liegen. Einerseits wirken in der Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See Ökologie und Ökonomie schon immer zusammen und verschränken die erneuerbaren Energieformen Wasser, Sonne und Biomasse, andererseits sind Vorreiterbetriebe aus der Region als Gründungsmitglieder von Beginn an dabei. „Die Erneuerbare Energiegemeinschaft Wulfenia ist ein Baustein auf dem Weg zur nachhaltigsten Tourismus Region Österreichs. Daher unterstützt die KEM (Klima- und Energie Modellregion) aktiv das Projekt und wir freuen uns über die erfolgreiche Umsetzung“ – erklärt Markus Brandstätter (KEM Tourismus). Weiters werden die Unternehmer vor Ort, die bereits PV-Anlagen installiert haben und weitere Anlagen in Zukunft installieren möchten aktiv eingebunden. „Die lokalen Unternehmen waren schon immer verlässliche Partner der Stadtgemeinde. Wir sind überzeugt davon, dass die Energiegemeinschaft Wulfenia durch den Stromaustausch zwischen der Gemeinde und den Unternehmen optimale Rahmenbedingungen für die künftige Weiterentwicklung gelegt hat.“ – betont Bernhard Resch, Stadtamtsleiter der Gemeinde Hermagor und Vorstand der Energiegemeinschaft Wulfenia eGen. Dies kann Franz Wiedenig, Vertreter der lokalen Unternehmen und Vorstand der EEG Wulfenia eGen, nur bestätigen „Die Energieversorgung der Region ist eine der wichtigsten Zukunftsfragen. Die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde hat bereits Tradition und daher war die gemeinsame Gründung der EEG Wulfenia ein klarer Schritt in Richtung erneuerbare Versorgung von Hermagor.“

Durch die finanziellen Vorteile einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft und einer damit einhergehenden schnelleren Amortisation der Anlagen sollen weitere Investitionen in erneuerbare Energiegewinnung in der Region ausgelöst werden.

Wer sind die Partner der EEG?

Weitere Partner neben der Stadtgemeinde sind: Abwasserverband Karnische Region, Autohaus Patterer, Wiedenig GmbH, REG-Bioenergie, Elektro Schuller und Steinwender KG. Eine wesentliche Rolle in der Konzeptionierung der EEG spielt auch die Klima- und Energiemodellregion (KEM).

Was sind die Ziele der EEG?

In der Startphase schließen sich 13 Gemeindeobjekte und 12 Unternehmensstandorte mit einem Stromverbrauch von ca. 1.980 MWh pro Jahr zusammen, um eine nachhaltige regionale Energiegemeinschaft zu etablieren. Dazu zählen u.a. Bildungs- und Infrastruktureinrichtungen, Betriebsstätten und öffentliche Verwaltungsgebäude.

Die EEG strebt eine gemeinschaftliche Versorgung der Mitglieder mit lokal produzierten erneuerbaren Strom zu selbst festgelegten Stromtarifen an, um einen lokalen Markt zu etablieren, der faire und stabile Einspeisetarife ermöglicht. In der EEG Wulfenia erklären sich die Teilnehmer*innen dazu bereit, ihren gesamten Überschuss der EEG zur Verfügung zu stellen, um eine Eigenversorgung bei mind. 50 % zu erhalten. Darüber hinaus soll die EEG Wulfenia für gemeinschaftlichen Einkauf und Verkauf ausgebaut und die Anschaffung von Speichern, Anlagen etc. zukünftig über die Energiegemeinschaft abgewickelt werden. Nach den ersten gesammelten Erfahrungen sieht die Energiegemeinschaft vor, weitere Mitglieder, insbesondere Haushalte und Betriebe, aufzunehmen und somit einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für erneuerbare Energien zu leisten.

Eingesetzte Technologien und PV-Ausbau

Das Erzeugungsportfolio der EEG Wulfenia sieht beim Start 8 bestehende PV-Anlagen und ein Kleinwasserkraftwerk vor. In weiterer Folge sind zusätzliche PV-Anlagen auf Bildungseinrichtungen und Unternehmensstandorten sowie eine Freiflächen-Anlage in Planung. Insgesamt sollen damit bis Ende 2024 1.760 MWh pro Jahr an lokaler Erzeugung möglich sein und ein Autarkiegrad von 60 % geschafft werden.

Was sind die Besonderheiten?

Durch die Gründung der EEG und die Einbindung der bestehenden Erzeugungsanlagen kann bereits im ersten Jahr ein Autarkiegrad von 31 % erreicht werden. Der kontinuierliche Zubau lässt eine weitere Aufnahme von Teilnehmer*innen zu.

Hervorzuheben ist die breite Teilnahme von ortsansässigen Unternehmen, die auch ihre bereits bestehenden PV-Anlagen oder das Kleinwasserkraftwerk in die EEG Wulfenia einbringen. Mit dem Projekt positioniert sich die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See als „First Mover“ und soll einen regionalen Kompetenzbereich zu den Themen Klimaneutralität und Erneuerbare Energien etablieren, nicht nur im Industrie-, sondern auch im Tourismussektor. Darüber hinaus soll Gewerbebetrieben eine Schlüsselrolle in der Dekarbonisierung der Region durch Kopplung von Strom, Wärme und Mobilität zukommen.

Informationen zum Partner

Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See:

Die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See befindet sich im südlichen Teil Österreichs, genauer gesagt in Kärnten. Mit etwa 7.000 Einwohnern ist sie die größte Gemeinde im Gailtal und gilt als wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum der Region. Die Stadtgemeinde bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie z.B. Wandern, Radfahren, Skifahren am Nassfeld oder Schwimmen im Pressegger See.

Nobilegroup:

Nobilegroup widmet sich der Entwicklung erneuerbarer Energielösungen und der Schaffung nachhaltiger Geschäftsmodelle für die Zukunft. Unser engagiertes Team aus Experten mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Energiebranche arbeitet daran, innovative Lösungen zu schaffen, die die Umwelt und unsere gemeinsame Zukunft in den Mittelpunkt stellen. Wir sind bestrebt, die Energiewende voranzutreiben und eine nachhaltige Energiezukunft zu gestalten.

Natürlich Wir:

Schon seit mehreren Jahren verfolgen wir das ambitionierte Ziel, unsere Lebens- und Erholungsräume Nassfeld-Pressegger See, Lesachtal und Weissensee für uns Einheimische wie für unsere Gäste zur „Welt des guten Lebens“ zu machen. Dabei haben wir bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die zu einer ressourcenschonenden Nutzung der Naturräume, zur Reduktion des CO2-Ausstoßes und zur Erreichung der internationalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sowie der Green Deal Ziele der EU beitragen.

Nassfeld Mountains & Lakes:

Die Marke wirbt für den sonnigen Süden Kärntens als beliebtes Urlaubsziel mit vielen Aktiv- und Relaxangeboten. Es gibt ein Top-Skigebiet, Erlebnisberge, Kulinarik und eine vielseitige Seenlandschaft. Jeder Urlauber und Tagesgast findet hier sein persönliches Highlight und kann im Winter Skifahren oder im Sommer Mountainbiken oder Wandern. Die Region bietet ein besonderes Lebensgefühl und unvergleichbare Kulinarik.

Klima- und Energiefonds:

Der Klima- und Energiefonds unterstützt dieses ambitionierte Ziel mit seinen Programmen und Initiativen. Er entwickelt richtungsweisende Strategien, Konzepte und Programme in den Bereichen Energie- und Mobilitätswende, Klimawandel und Bewusstseinsbildung.

Partnerlogos der EEG
Partnerlogos der EEG © Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See

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